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Führung: Wien-Umweltmusterstadt-2

Das Kompostwerk Lobau ist seit 1991 in Betrieb. Es besteht aus einer etwa 5,2 Hektar großen, befestigten und absolut wasserdichten Rottefläche. Alle Sicker- und Regenwässer werden in einem Rinnen- und Leitungssystem erfasst. In einem 1.300 Kubikmeter fassenden unterirdischen Auffangbehälter aus wasserundurchlässigem Stahlbeton wird das Wasser gesammelt und danach über die Kanalisation abgeleitet.

Im Kompostwerk Lobau findet die gesamte Kette aller Schritte der Bioabfallbehandlung statt, beginnend mit der Anlieferung, über die Aufbereitung, Kompostierung bis hin zur Feinabsiebung des fertigen Kompostes

Zunächst werden die übernommenen Bioabfälle aufbereitet. In der mechanischen Aufbereitungsanlage wird das gesammelte Material zerkleinert, abgesiebt und von Verunreinigungen wie Metallen befreit. Anschließend wird es mit vorzerkleinertem Strukturmaterial (Baum- und Strauchschnitt) gemischt und mit Wasser befeuchtet. So entsteht das Kompostrohmaterial.

Während der gesamten Dauer wird das Rottegut mehrmaligen Qualitätskontrollen unterzogen. Nach acht bis zehn Wochen ist das Kompostmaterial ausreichend gereift und 40.000 bis 50.000 Tonnen Kompost können für die nachfolgende Vermarktung abgesiebt werden.

Der Wiener Kompost erreicht die höchste Qualifizierung, die Güteklasse A+, und ist daher auch für den biologischen Landbau geeignet.

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