Wir – das sind 11 Frauen und 5 Männer – reisen mit vier Autos an (drei vom Bahnhof Hütteldorf, eines direkt von „Transdanubien“). Treffpunkt ist der Parkplatz bei der Thayabrücke in Hardegg. Um viertel zehn Uhr beginnen wir die Wanderung mit der Überschreitung der Thaya, die in Hardegg die Grenze zwischen Österreich und Tschechien bildet. Das Wetter hat sich nach dem Durchzug einer Regenfront wesentlich gebessert, am Vormittag haben wir sogar noch Sonnenschein; ideales Wanderwetter, zumal da es nicht regnen sollte. Erstes Ziel ist die Hardegg-Warte, von der sich ein wunderbarer Ausblick auf Hardegg mit seiner mächtigen Burg bietet. Wir erreichen bald die Hochfläche und wandern oberhalb der Thaya auf einem alten Schmugglerpfad zum Obelisken; einmal scheint ein Felsmassiv den Weg zu versperren: der Weg wird „alpin“ und gibt den Blick auf die Thaya unter uns frei. Vom Obelisken, der Mitte des 19.Jhs. zu Ehren der Gräfin Helene Mniszek von den Naturfreunden, deren Schirmherrin sie war, errichtet wurde, hat man eine schöne Aussicht ins Thayatal Richtung Vranov. Wir steigen auf einem Waldweg zur Thaya ab und wandern entlang des schwarzen Flusses durch die Ortschaft Hinterer Hammer (mit der Helenen-Kapelle) nach Vranov. Bald taucht links vor uns das hoch über der Thaya auf einem Felsen thronende Schloss auf. Wir gehen durch den malerischen Ort und erreichen das an der Hauptstraße auf der anderen Seite der Thaya gelegene Restaurant, wo wir Mittagspause halten. Wir stärken uns mit den verfügbaren Speisen – im Wesentlichen Piroggen, Gulyas, Wiener Schnitzel – und lassen uns das gute tschechische Bier schmecken. Um 14 Uhr treten wir den Rückweg an. Vor dem Schmugglerpfad biegen wir links ab und wandern durch den Wald, dann an einer Wiese entlang nach Čižov, wo ein Teil der Gruppe noch in dem kleinen Wirtshaus auf ein Bier einkehrt und ein Stück des „Eisernen Vorhangs“ an das geteilte Europa erinnert. Statt auf der Straße steigen wir auf einem Waldweg direkt zur Thaya ab und genießen auf dem Uferweg den Blick von der tschechischen Seite hinüber nach Hardegg; dabei können wir eine Schwanenfamilie beobachten. Um halb sechs Uhr überqueren wir wieder die Thayabrücke und kehren nach Österreich zurück.
Wir waren sechs Stunden unterwegs, haben über 550 Höhenmeter im Auf- und Abstieg bewältigt und 24 km zurückgelegt.