Im dritten Anlauf – 2024 wurde ersatzweise der Krummbachstein bestiegen, 2025 musste sie überhaupt abgesagt werden - kann die Wanderung über die „Brandschneide“ auf die Raxalpe mit 8 Teilnehmer*innen (5 Frauen und 3 Männer) nun endlich durchgeführt werden. 5 Teilnehmer*innen reisen mit dem Auto des Wanderführers an, 3 kommen mit den Öffis. Wir parken das Auto in Hirschwang und steigen dort in den mit Wanderern gefüllten Bus, der uns in wenigen Minuten nach Kaiserbrunn im Höllental bringt. Im Bus treffen wir auf eine Wandergruppe der Naturfreunde Währing, die über den Törlweg zum Ottohaus aufsteigen, wo sich unsere Wege kreuzen werden. Wir starten knapp nach 9 Uhr unsere Bergtour in Kaiserbrunn, wo der gelb markierte Steig über die „Brandschneide“ zur Bergstation der Rax-Seilbahn beginnt. Es ist bedeckt, der Weg von einem nächtlichen Regenguss noch nass; im Lauf des Vormittags wird es immer sonniger, es bleibt aber teilweise bewölkt mit angenehmen Temperaturen – ideales Wanderwetter! Der Weg führt steil bergauf, zunächst noch länger durch Wald, bis er felsiges Gelände erreicht; dort sind kurze Passagen durch Drahtseile gesichert und werden durch zwei Leitern überwunden. Wir genießen das herrliche Panorama: direkt unter uns das Höllental mit den Häusern von Kaiserbrunn, auf der gegenüberliegenden Seite der mächtige Schneeberg und sein Trabant, der Krummbachstein. Nach zweieinhalb Stunden erreichen wir beim Hühnerkogel den höchsten Punkt der“ Brandschneide“ und bald darauf die Einmündung in den Gsolhirnsteig; nun geht es noch eine halbe Stunde gemächlich hinauf zur Bergstation, wo wir eine kurze Pause einlegen. Nach einer weiteren halben Stunde sind wir auf dem von Sonntagswanderern stark frequentierten Ottohaus angelangt, wo wir glücklicherweise einen Tisch für uns „ergattern“; wir stärken uns mit dem mäßig guten Essen, das ein touristisches Berggasthaus bieten kann, und beginnen etwas vor zwei Uhr mit dem Abstieg über den Törlweg, der in gemächlichen Serpentinen an der Südseite der Rax abwärts führt. Beim Lammel-Bründl in einer Senke am Fuß des Berges rasten wir nochmals kurz. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden kommen wir bei der neugotischen Henrietten-Kapelle nach Hirschwang, dem Endpunkt der Wanderung. Nachdem wir uns von den Öffi-Fahrerinnen, die hier auf den Bus warten, verabschiedet haben, machen wir auf der Rückfahrt nach Wien noch einen Stopp in der Konditorei in Payerbach.
Wir waren fast 6 Stunden unterwegs, haben 1128 Höhenmeter im An- und 1140 Höhenmeter im Abstieg bewältigt und 14,5 km zurückgelegt.
Die anstrengende, aber wegen ihrer landschaftlichen Schönheit beeindruckende Bergtour hat allen Teilnehmer*innen sehr gefallen.